tu es jetzt

Ein kleiner Motivationskick per Post!

Meine Kollegin geht Freitagmittag an meinem Arbeitsplatz im Büro vorbei und legt mir ein Päckchen auf meinen – zugegeben, manchmal sehr chaotisch anmutenden Schreibtisch. „Kam mit der Post“ sagt sie und geht weiter. Klar, es wird wohl nicht der Mechaniker gebracht haben, denke ich mir ;)… „Dankeschön“ ruf ich ihr noch freundlich hinterher. Was das wohl sein mag? Könnte mich nicht erinnern, dass ich etwas bestellt habe. Ich öffne das Päckchen und darin befindet sich ein Buch mit dem Titel: „TU ES jetzt – Manifest gegen das Aufschieben“.

„Mhmmm… das habe ich definitiv nicht bestellt“ bin ich mir nun sicher und schlage die erste Seite auf. Darauf befindet sich eine handschriftliche Nachricht des Autors Michael Altenhofer, der sich vor ein-zwei Wochen per Mail bei mir gemeldet hatte, damit wir im Zuge einer unserer nächsten Veranstaltungen – die ich beruflich mit organisiere – einen Weg der Zusammenarbeit finden. „Um mir einen Vorgeschmack zu geben, wie er die Themen Motivation und Umsetzungskraft vermittelt…“ steht in der Botschaft im Buch. Ich freue mich total, eine absolut nette Geste.

Nicht ganz zum Titel des Buches passend, lege ich dieses erstmal zur Seite! Ja, eigentlich will ich Michael Altenhofer gleich eine Email schreiben und mich für das Buch bedanken, aber ich muss jetzt zuvor noch schnell dieses und jenes erledigen….Man kennt das ja, Freitag Nachmittag, die Woche rast auf das Wochenende zu und es sind noch einige Punkte auf der ToDo Liste die erledigt werden wollen…

„So, fertig! Ab ins Wochenende“

…denke ich mir, während ich den PC herunterfahre. Ich greife nach meinem Autoschlüssel und mein Blick fällt auf den giftgrünen Umschlag des Buches, welches am Rand des Schreibtisches liegt. „Aaaaahhhhh….“ schießt es mir sofort durch den Kopf, ich habe mich noch nicht bedankt….und jetzt ist der PC schon runtergefahren. Mach‘ ich dann, wenn ich zu Hause bin . Ich stecke das Buch in die Arbeitstasche und mache mich auf den Weg. Zu Hause angekommen – ab sofort offiziell im Wochenende – stelle ich meine Arbeitstasche ins Büro und genieße den Abend beim gemeinsamen Abendessen mit meiner Frau, die diese Woche mehrere Tage beruflich unterwegs war. Schön, dass sie wieder zurück ist, es ist immer wieder erstaunlich wie man jemanden – schon nach wenigen Stunden – vermissen kann.

Der Samstag steht dann im Zeichen von Gartenarbeit, Rasenmähen, gemeinsames Einkaufen und einem gemütlichen Abend mit Freunden. Ich weiß, Rasenmähen ist  Teil der Gartenarbeit, aber ich habe es nochmal eigenständig angeführt um zu verdeutlichen, welch arbeitsintensiven Stellenwert diese Tätigkeit einnimmt 😉

Sonntagmorgen schnappe ich mir meinen Kaffee und erinnere mich – ganz plötzlich – wieder an das Buch. Ich gehe die Treppen nach oben zu meiner Arbeitstasche im Büro, nehme das Buch heraus und beginne die ersten Zeilen zu lesen. Und jetzt passiert es…. ich kann nicht aufhören! Den ganzen Sonntag bin ich untrennbar mit dem Buch verbunden. Michael Altendorfer beschreibt auf sehr schöne Weise und immer absolut zutreffend Situationen aus dem Leben, warum man sich selbst im Weg steht, wenn es darum geht, neue Dinge zu starten, seine Komfortzone zu verlassen und ins TUN zu kommen. Gespickt mit persönlichen Anekdoten, die dieses Buch nicht zu einem trockenen Theoriewälzer machen, sondern einen erfrischt nur so durch die Seiten fliegen lassen, beinhaltet dieses Buch für mich ganz viele wertvolle Tipps und Übungen um einfach seinen inneren Schweinehund oder das „innere Haustier“ wie es der Autor nennt zu bewältigen.

Ich spüre, wie ich Zeile für Zeile motivierter werde, jetzt sofort und auf der Stelle alles gleichzeitig angehen möchte. Ich möchte am liebsten in meine Werkstatt gehen und mit dem Bau der Bienenkästen und Zargen beginnen, mir Wachsplatten, einen Bienenschwarm und eine Bienenkönigin bestellen und dabei gleichzeitig mit dem Rauchen aufhören während ich Sport mache. Also ungelogen… ich will gerade ALLES anpacken, so beflügelt bin ich.

Vielleicht sollte ich trotzdem überlegt an die ganze Sache rangehen?!

Es macht immerhin wenig Sinn mir gleich einen Schwarm Bienen zu bestellen, wenn ich noch nicht das nötige Equipment und – vor allem – das KnowHow zum Imkern habe. Also Step bei Step, was brauche ich zuerst?

KnowHow! Schon richtig, im Internet gibt es unzählige Bezugsquellen für Informationen und Wissen und ich werde auch ganz viel online lesen und – für alle Interessierten – eine Linksammlung anlegen. Persönlich halte ich aber in so einem Fall einen Kurs für sehr angebracht, außerdem kommt man hier sehr schnell mit Gleichgesinnten in Kontakt und kann sich vernetzten. Gerade wenn man etwas Neues startet  finde ich es sehr wichtig, dass man sich gegenseitig motivieren, Erfahrungen austauschen und bei Rückschlägen stützen kann – und auf diese Rückschläge stelle ich mich ein! Ich habe schon gehört, dass ganz oft bei Imker-Neulingen, einige Völker den ersten Winter nicht überleben. Also suche ich mir einen Kurs! Bei meinem ersten Anlauf Imker zu werden, damals im Jahr 2014 (ich muss jetzt gerade wieder unweigerlich an das Buch denken… wie war das mit dem Aufschieben 😉 wurde ich über die Niederösterreichischen Imkerschule in Warth aufmerksam. Da diese ihre Kurse aber leider oft an Wochentagen anbietet, habe ich mich dann über das Kursangebot in ganz Niederösterreich informiert.

An dieser Stelle sei gesagt: ich bin mir sicher in ganz Österreich gibt es solche Kurse (bitte gerne Links zu Kursangeboten in die Kommentare posten).

Besucht habe ich meine ersten Imkerkurse dann schlussendlich in der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof im Waldviertel und war von Beginn an begeistert. Ein sympathischer Schulungsleiter, der mit viel Humor das fachliche Wissen sehr kurzweilig vermittelt. Aus diesem Grund und weil alles mit dem ersten Schritt beginnt, habe ich mich also gleich wieder für den Einsteigerkurs angemeldet und freue mich schon jetzt darauf, dass es dann im Frühjahr losgeht!

Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei Michael Altenhofer, der mir mit seinem Buch wirklich so viel Motivation gegeben hat, damit ich gerade in dieser ersten Phase des „Tu ich es, oder doch nicht..“ bestärkt losstarten möchte!

Hinweis: Nein, bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um bezahlte Werbung, sondern um meine eigen Meinung 🙂 da mir das Buch „Tu es jetzt, Manifest gegen das Aufschieben“ aber freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und weil es hier in der Gesetzgebung aber noch kein klares Reglement gibt, werde ich diesen Beitrag dennoch als „sponsored Post“ markieren.

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