Bio? Logisch! Eine Einstellungssache….. biologisch Imkern!

Also wie sieht der Plan aus?

Bevor ich so richtig in die Materie des Imkerns eintauche, galt es natürlich sich einige Gedanken zu machen. Wie gehe ich das ganze am Besten an, woher bekomme ich Infos und Unterstützung und was möchte ich damit erreichen? Eines gleich vorne weg: ich mache das nicht aus einem kommerziellen Interesse! Honig? Selbstverständlich liebe ich Honig und dass meine Bienen – wenn alles gut läuft – dann so fleißig Honig produzieren, dass auch für den Privatgebrauch etwas übrig bleibt, na da freue ich mich natürlich drauf 🙂 Aber wie gesagt, ich möchte da nicht groß  in die Lebensmittelproduktion einsteigen. Trotzdem ist mir eines wichtig, ich möchte biologisch imkern.

Meine Frau und ich achten Grundsätzlich auf unsere Ernährung und auf einen bedachten Umgang mit Lebensmittel. Nein, wir sind keine Bio-Fanatiker! Ich möchte nur ruhigen Gewissens essen können. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und meine Eltern haben die Landwirtschaft in 4 Generation, bessergesagt sie hatten, denn mittlerweile sind Sie in Pension und haben die Landwirtschaft meinem älteren Bruder übergeben.

Seit ich zurückdenken kann, gibt es bei uns zu Hause köstliche Produkte aus der eigenen Erzeugung. Brot, Milchprodukte und Fleisch (so an dieser Stelle – weil es gerade passt – ich bin auch kein Vegetarier 😉 Diese Produkte wurden immer mit sehr viel Respekt vor den Ressourcen und  höchst qualitativ hergestellt und verarbeitet. Ein Bio-Betrieb ist die Landwirtschaft meiner Familie aber nicht. Die Auflagen dafür würde sie alle mal erfüllen, dazu wären wahrscheinlich keine Anpassung an Fütterung oder Bewirtschaftung notwendig. „Viel zu viel Papierkram, dafür ist keine Zeit“ tja, das war immer die Antwort meiner Mutter wenn ich sie auf das Thema Bio angesprochen haben. Schade eigentlich, denke ich mir jedes Mal. Und auf der anderen Seite ist es gut so, Nahrungsmittel sollten genau überprüft sein, wenn sie biologisch deklariert werden.

Ich möchte die „Bürokratie“ in Kauf nehmen und möchte gleich von Beginn an biologisch imkern. Immerhin ist es wahrscheinlich wesentlich einfacher gleich so damit anzufangen, als später eine bereits bestehende Bienenhaltung umzustellen.

Aber eigentlich stellt sich doch die Frage: ist Honig nicht ohnehin immer Biologisch?

Ja, hmmm… nein! Auch wenn man nach der Honigernte den Honig völlig naturbelassen lässt, ist dieser nicht Bio. Aber warum nicht, es ist doch ein reines Naturprodukt? Ja, das schon, allerdings ist es unmöglich sicherzustellen, woher jede einzelne Biene Pollen und Nektar herbekommt und ob die angeflogenen Pflanzen wirklich unbehandelt sind. Leider ist im Zuge der kommerziellen Landwirtschaft der Einsatz von Chemikalien und Pestiziden immer noch mehrheitlich vorzufinden. Somit hat man keinen Einfluss auf eine biologische Ernährung des Bienenvolks und daraus resultierend auch nicht auf die Honigproduktion. Was allerdings möglich ist, ist biologisch zu imkern. Das bedeutet dass man durch eine ganzheitliche Betrachtung des Betriebsorganismus und seiner Kreisläufe bewirtschaftet und auf den Einsatz chemisch-synthetischer Betriebsmittel verzichtet. Dies betrifft z.B. die Fütterung der Bienen aber auch die Krankheitsvorsorger, uvm… Was alles genau dafür notwendig ist und welche Auflagen es zu erfüllen gilt möchte ich in einem eigenen Beitrag aufzeigen. (Ich habe bereits vor einiger Zeit schon erste Imkerkurse besucht und darunter auch einen Spezielle Schulung zum Thema biologisches Imkern, Details zu Kursangeboten folgen)

An dieser Stelle sei nur gesagt, ich möchte biologisch imkern – aus Meiner eigenen Einstellung und Überzeugung zu diesem Thema –  und nehme die damit einhergehenden bürokratischen Herausforderung auf mich 😉

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