bee wild! Das Wildbienen-Penthouse

Es dauert ja doch noch ein bisschen, bis mein Projekt Honigbiene startet und diese Zeit nutze ich zum Lesen. Vor kurze habe ich erneut das Buch „Wir tun was für Bienen“ zur Hand genommen. Ich mag dieses Buch! Es gibt einen schönen Einblick in die Welt der Honigbienen und Wildbienen. An dieser Stelle sei mal kurz gesagt, Wildbienen sind keine ausgebüxten Honigbienen die sich gegen das Bienenvolk und für ein Leben als Outlaws entschieden haben und seither in Sneakern und zerfetzten Jeans durch die Gegend streifen! Unter Wildbienen versteht man die Breite Gruppe der Insekten – aber eben nicht die Honigbiene – die weltweit mit ca. 20.000 – 30.000 verschiedenen Arten ebenfalls von Blüte zu Blüte fliegen. Die meisten Wildbienen-Arten sind als Einzelgänger unterwegs und bilden keine Staaten – also doch die rebellischen Outlaws 😉

Viel spannender finde ich, welch unterschiedliche Behausungen sich Wildbienen suchen. Angefangen von genagten Löchern im  Holz, über ausgehölte Pflanzenstängel und Erdlöchern bis hin zu Öffnungen im Ziegelsteinen ist alles willkommen.

Das Buch gibt ganz viele Tipps zur Bestimmung der unterschiedlichen Wildbienenarten und Ideen und Anregungen wie man den Wildbienen Hilfe leisten kann. Sei es durch das Setzen von geeigneten Pflanzen – man kann so zum Beispiel eine schöne Artenvielfalt in sein Kräuterbeet bekommen – bis hin zum eigenen Wildbienenhotel als Nisthilfe. Und genau so etwas will ich auch bauen.

Also mache ich mich daran, mal mit einer Skizze zu beginnen. Im Internet findet man jede Menge Bauanleitungen und Fotos von Wildbienenhotels.  Lt. meinem Buch sollte man aber nicht achtlos etwas zusammenbasteln, sonder sich zuvor einige Gedanken machen. Wichtig zu Bedenken sind hier vor allem drei Dinge: der richtige Standort, der passende Regenschutz und Nistlöcher mit geeigneten Durchmesser.

Ich habe beschlossen, dass mein Wildbienenhotel ein Wildbienen-Penthouse werden soll und einen kombinierten Zweck erfüllt. Der untere Bereich soll als Lagerstelle für mein Kaminholz dienen,  der obere Bereich wird dann ein Paradies für Wildbienen. Als Standort wähle ich die windgeschützte Seite unseres Gartenhäuschens und für den Regenschutz gibt es dann natürlich noch ein Dach darüber. Somit beginne ich mit dem Bau des Rahmens, der Sozusagen „die Richtung“ vorgibt. Für den Bau nehme ich übrigens Holz, das mit beim Bau unseres Gartenzauns übrig geblieben ist. Die Endstücke der langen Holzbretter, die zu kurz waren um sie als Zaunbrett zu verwenden, werden somit prima den Rahmen verkleiden und als Dach fungieren. Sozusagen gleich auch ein upcycling-Projekt. Meine Kollegin Anja hätte mit ihrem Blog www.warumned.at ihre wahre Freude damit 🙂

Im zweiten Stepp werde ich dann das Wildbienen-Penthouse mit den geeigneten Nistmaterialien ausfüllen – damits die kleinen Viecherl schön kuschelig haben 😉 Selbstverständlich halte ich euch darüber auf dem Laufenden.

Also… stay tuned!

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